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Hinterbliebenenversicherung – damit die Familie versorgt ist

Als Familienvater/-mutter oder Ehemann/-frau möchte man natürlich in allen Lebenssituationen so gut wie nur irgendwie möglich für seine Angehörigen sorgen. Dies gilt dabei nicht nur zu Lebzeiten. Auch für den Fall des eigenen Ablebens möchten die meisten Menschen wissen, dass es ihren Angehörigen gut geht, dass diese keine finanziellen Probleme bekommen und dass nach Möglichkeit auch durch die eigene Beerdigung keine großen Kosten entstehen. Ist man jedoch nicht ausgesprochen vermögend, und das sind ja leider die wenigsten Menschen, kann man all dies am besten mit einer geeigneten Hinterbliebenenversicherung erreichen.

Was aber ist eine Hinterbliebenenversicherung eigentlich genau? Für was dient ein solcher Vertrag? Und, wo bekomme ich eigentlich eine Hinterbliebenenversicherung?

Nun, grundsätzlich versteht man unter einer Hinterbliebenenversicherung alle Formen einer Lebens-, bzw. einer Sterbefallversicherung. Am häufigsten sind dabei die Risikolebens- und die Kapitallebensversicherung. Beiden Arten von Lebensversicherung ist gemein, dass sie für den Fall des Todes der zu versichernden Person eine bestimmte Todesfallleistung vorsehen, die sich immer nach dem zu zahlenden Beitrag und dem Endalter, das die zu versichernde Person absichern möchte, errechnet. Die Kapitallebensversicherung unterscheidet sich dabei nur dadurch von der Risikolebensversicherung, dass sie noch einen zusätzlichen Sparanteil im Beitrag enthält. Erlebt die versicherte Person das reguläre Laufzeitende des Vertrages, wird dieser zusätzliche Sparanteil nebst Zinsen an den Versicherungsnehmer ausgekehrt. Viele Menschen benutzen die Kapitallebensversicherung deshalb auch als eine Kombination aus einer effektiven Altersvorsorge und einer Vorsorge für ihren eigenen Todesfall.

Bei einer Sterbefallvorsorge wird ebenfalls das Leben der versicherten Person abgesichert, allerdings findet dies in aller Regel in sehr viel kleinerem Maßstab statt. Eine Todesfallabsicherung von mehr als 20.000 Euro ist bei einer Sterbefallvorsorge eher ungewöhnlich - bei einer Lebensversicherung ist das vollkommen normal.

Ein weiterer Unterschied ist der, dass eine Sterbefallvorsorge bis ins hohe Alter von meist 65 Jahren abgeschlossen werden kann und das bei weitem nicht so detailliert nach der aktuellen gesundheitlichen Situation der zu versichernden Person gefragt wird. Einige kurze und knappe Angaben zu aktuellen Gesundheitszustand reichen bei einer solchen Versicherung oft vollkommen aus.

Die Gesundheitsfragen

Egel ob die Gesundheitsfragen nun kurz, wie bei einer Sterbefallvorsorge, oder eher umfangreich, wie bei einer (Risiko-)Lebensversicherung ausfallen, sie alle haben eines gemeinsam: Sie dienen dazu, die Versichertengemeinschaft vor zu hohen Kosten zu bewahren. Getreu dem Motto "Ein brennendes Haus wird nicht versichert" versucht die Versicherung durch die Gesundheitsfragen all jene Risiken auszuschließen, bei denen es wahrscheinlich ist, dass diese den normalen Ablauf der Versicherung nicht regulär erleben werden, die also vorher sterben. So hart das vieleicht auch für Menschen mit Vorerkrankungen ist - für die Gemeinschaft der Versicherten ist dies die einzig mögliche Vorgehensweise, da die Versicherungsprämien sonst für die gesamte Gemeinschaft nicht mehr bezahlbar wären.

Aufgrund der speziellen Situation mit den Gesundheitsfragen kann man natürlich dazu geneigt sein, falsche Angaben zu machen und sich so den Zugang zu einer Hinterbliebenenversicherung zu erschleichen.

Dieses Vorgehen sollte man jedoch auf jeden Fall lassen, denn eines muss einem absolut klar sein: Auch wenn die Versicherung bei der Annahme des Antrages vieleicht blind auf die Angaben der zu versichernden Person vertraut, kommt es zu einem Leistungsfall, wird noch einmal genau geprüft, ob alle Angaben auch wirklich 100% korrekt waren. Stellt die Versicherung dabei fest, dass einige Angaben nicht so ganz der Wahrheit entsprechen, so ist diese nicht nur von der Leistungspflicht frei, sondern es handelt sich zudem um eine "Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht", was nichts anderes bedeutet, als dass sogar die eingezahlten Beiträge ohne einen Cent Zahlung von der Versicherung verloren gehen. Normalerweise würde es zudem noch zu einer Anzeige wegen einer "Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht" kommen, oftmals sind der Versicherungsnehmer und die zu versichernde Person jedoch ein und dieselbe Person - und die ist ja nun einmal tot und daher schwer anzuzeigen. Sollte der Versicherungsnehmer jedoch ungleich der zu versichernden Person sein, so kann es durchaus zu solch einer Anzeige kommen.

Die Gesundheitsangaben sind dabei so wichtig, dass es durchaus zu empfehlen ist, beim Abschluss eines solchen Vertrages darauf zu achten, dass diese so ausführlich wie möglich gemacht werden. Weiß man bestimmte Antworten dabei nicht selber, sollte man auf jeden Fall den zuständigen Arzt nach der genauen Diagnose fragen und die Angaben ggf. durch ihn machen lassen. Ein Befundbericht, der zusammen mit dem Antrag eingereicht wird, kann dabei auch auf keinen Fall schaden.

Wo bekomme ich eine kostengünstige Hinterbliebenenversicherung?

Nun, die meisten Menschen schließen auch heute noch ihre Lebens- und Rentenversicherung ganz klassisch bei dem Versicherer ihres Vertrauens ab. Oftmals ist diesen Menschen dabei jedoch überhaupt nicht bewusst, dass sie auf diese Weise wesentlich mehr für ihre Versicherung bezahlen, als unbedingt notwendig wäre.

Besser ist es daher, vor dem Abschluss einer Hinterbliebenenversicherung einen genauen Versicherungscheck durchzuführen.

Einen solchen Versicherungscheck macht man dabei am besten über das Internet, wo solche Versicherungsvergleiche in aller Regel kostenlos angeboten werden. Unter Angabe des eigenen Alters und der gewünschten Absicherungssumme errechnet der Versicherungsvergleich automatisch, wie hoch die Prämie für eine solche Versicherung bei verschiedenen Anbietern ausfallen würde. Dabei werden in aller Regel die günstigsten Anbieter zuerst genannt.

Durch einen Klick auf eines der Angebote gelangen Interessierte dann direkt auf die Seite des Versicherers, wo man sich wahlweise noch weitergehende Informationen anzeigen lassen kann oder wo man die jeweilige Versicherung auch direkt, online, abschließen kann.

Der größte Vorteil beim Abschluss einer Hinterbliebenenversicherung über das Internet liegt darin, dass diese in aller Regel wesentlich preisgünstiger als durch die Versicherungsvertreter angeboten werden. Der Grund ist einfach: Beim Vertrieb über das Internet entstehen der Versicherung wesentlich weniger Kosten und diese Ersparnis geben die meisten Gesellschaften in Form von niedrigeren Prämien an die Versicherten weiter.